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Investmentperspektiven der Capital Group

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Anleihenperspektiven

Vierteljährliche Konjunktur- und Markteinschätzungen vom Anleihenteam der Capital Group


Die Aussagen sind die Einschätzungen von Capital Fixed Income Investors, Stand 30. Juni 2022. Einzelne Portfoliomanager und Analysten sind möglicherweise anderer Meinung. © 2022 Capital Group. Alle Rechte vorbehalten. Stand aller Daten 30. Juni 2022. Quellen: Capital Group / Bloomberg Index Services Ltd, (falls nicht anders angegeben).

Schwächerer Ausblick, neue Herausforderungen

  • Die hartnäckig hohe Inflation zwingt die Notenbanken zu entschlossenen Maßnahmen, die der Konjunktur schaden könnten.
  • Die Märkte unterschätzen, wie lange es dauern kann, bis die US-Inflation wieder dem Notenbankziel entspricht.
  • Wir bleiben vorsichtig, sehen wegen der niedrigeren Bewertungen aber durchaus Einzelwertchancen.

Die Kombination aus hartnäckig hoher Inflation, Zinserhöhungen und strafferer Geldpolitik belastet Märkte und Konjunktur. Nach dem Ausverkauf in diesem Jahr scheinen viele Sektoren zwar günstig bewertet, doch bleiben wir wegen der höheren Unsicherheit und der größeren Rezessionsrisiken vorsichtig.


Die Inflation dürfte weltweit hoch bleiben. In fast allen Industrieländern ist sie so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr und liegt deutlich über den Zielwerten der Notenbanken In den USA beschränkt sie sich nicht mehr auf die von Corona betroffenen Sektoren und nimmt zum Teil weiter zu. Auch deshalb glauben wir, dass der Markt die Zeit bis zu einer Normalisierung der Inflation unterschätzt. Großbritannien kämpft mit der höchsten Teuerung seit 40 Jahren. Der Preisauftrieb von mehr als 9% z.Vj. schwächt die Kaufkraft der Haushalte. Kaum anders ist es im Euroraum, wo wegen der höheren Lebenshaltungskosten und der niedrigen Arbeitslosigkeit die Löhne steigen. Der Krieg in der Ukraine hat Energie verteuert.


Schwächeres Wachstum durch anhaltend hohe Inflation

EU: Europäische Union. Quelle: Refinitiv Datastream.

Die Notenbanken reagieren entschlossen auf den Preisauftrieb Im Mai hat die Fed ihren Leitzins um 50 Basispunkte angehoben, im Juni um weitere 75 – mit der entschlossenste Beginn eines Zinserhöhungszyklus seit 1994. Der Offenmarktausschuss fürchtete eine dauerhaft höhere Teuerung aufgrund steigender Inflationserwartungen, was ihn im Juni zu diesem massiven Zinsschritt trieb. Um die Inflation einzudämmen, wollen auch andere Industrieländer-Notenbanken die Leitzinsen anheben, falls sie nicht schon damit begonnen haben. Trotz gewisser Sorgen um die Weltkonjunktur rechnen wir damit, dass die Fed vor allem die Inflation im Blick hat und deshalb die Zinsen weiter erhöht.


In den USA gibt es Anzeichen für schwächeres Wachstum. Im 1. Quartal ist hier das BIP annualisiert um 1,6% geschrumpft, vor allem wegen des beachtlichen Außenhandelsdefizits.1 Außerdem litt das Konsumklima unter den hohen Energie- und Lebensmittel-preisen. Die Kennzahlen für das Verarbeitende Gewerbe gaben ebenfalls nach, und die deutlich höheren Hypothekenzinsen dämpften den Immobilienmarkt. Die Konjunkturdaten bleiben zwar stabil, verbessern sich aber nicht mehr so stark. Auch dürfte die straffere Geldpolitik die Nachfrage bremsen.


Stärkste Zinserhöhungen der Fed seit 1994

Stand 30. Juni 202. Quelle: Bloomberg

1 Quelle: Business Standard


 

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