Die Credit-Märkte haben sich seit der internationalen Finanzkrise stark verändert.
Neue Vorschriften haben Banken die Kreditvergabe erschwert. Nichtbanken füllten die Lücke. Private Credit wurde daher schnell zum Mainstream und zu einer Ergänzung klassischer Unternehmensanleihen. Heute können sich Kreditnehmer zwischen börsennotierten Anleihen und Private Credit entscheiden. Die alte Zweiteilung des Marktes wird immer unschärfer. Die beiden einst getrennten Märkte sind heute ein Anlageuniversum.
Deshalb ist der alte „Silo-Ansatz“ mit getrennten Investitionen in Anleihen und Private Credit nicht mehr zeitgemäß. Oft entstand der falsche Eindruck, dass es sich um zwei getrennte Märkte handelt, und man spielte sie gegeneinander aus. Tatsächlich können aber viele Investoren von Anlagen in beide Märkte profitieren.
Die Kombination von Anleihen und Private Credit in einem Fonds kann das Anlageuniversum erweitern, den laufenden Ertrag steigern und das Portfolio stabilisieren. Der Anleihenmarkt ist groß und liquide – weil täglich Preise gestellt werden. Mit Private Credit kann man mittelgroße Unternehmen mit individuellen Finanzierungsstrukturen investieren, die aufgrund ihrer geringeren Liquidität Aufschläge bieten.