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Anleihen
Fünf Gründe für eine Anlage in US-High-Yield-Unternehmensanleihen
Shannon Ward
Anleihenportfoliomanagerin
Peter Becker
Direktor für Investitionen
IM ÜBERBLICK
  • High Yield ist eine wachstumsabhängige Assetklasse, die weiter von einem guten globalen Konjunkturumfeld profitieren dürfte.
  • Die Fundamentaldaten verbessern sich: die Verschuldungsquoten gehen zurück und es werden zunehmend mehr Heraufstufungen vorgenommen als Herabstufungen.
  • Weil High-Yield-Anleihen eine kürzere Duration haben als Investmentgrade-Anleihen könnten sie von den Folgen steigender Zinsen verschont bleiben.
  • Der US-High-Yield-Markt wächst weiter. Der Markt für High-Yield-Anleihen ist heute größer und vielfältiger als früher –aber dafür sind die Renditen niedriger.
  • Die absoluten Bewertungen spiegeln ein günstiges Umfeld wider, aber dennoch sind Vorsicht und eine sorgfältige Einzelwertauswahl angeraten.

1. High Yield ist eine wachstumsabhängige Assetklasse


In der Vergangenheit hat der High-Yield-Markt über einen Marktzyklus positive Ergebnisse erzielt, aber besonders erfolgreich ist die Assetklasse, wenn sich die Konjunktur erholt. Dann gehen die Ausfallquoten zurück, die zuvor weiten Spreads werden enger und die Märkte stabilisieren sich. In dieser Phase erholen sich auch die Kreditkennzahlen, weil High-Yield-Emittenten ihre Bilanzen in Ordnung bringen. Außerdem profitieren sie von der wieder anziehenden Wirtschaft.


In Zeiten des Wirtschaftswachstums entwickeln sich High-Yield-Anleihen weiter gut, weil die Risikobereitschaft steigt und die Kreditbedingungen sich verbessern. Weil dann auch die Gewinne steigen, werden High-Yield-Emittenten zu sichereren Schuldnern und die Ausfallquoten gehen zurück.


Nach den Konsenseinschätzungen wird 2022 ein Jahr mit stabilem Wachstum (siehe Abbildung unten). Wir gehen zwar davon aus, dass die Erwartungen in den nächsten Wochen und Monaten gesenkt werden, aber nach Ansicht unserer Capital Strategy Research Group dürfte die Wirtschaft in den Kernländern (mit Ausnahme von China) in den nächsten zwölf Monaten stärker wachsen als im langfristigen Durchschnitt. Die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum werden herunterrevidiert, weil Chinas Wirtschaft dieses Jahr unerwartet schwach ist und die Wirkung der enormen US-Konjunkturprogramme in der ersten Jahreshälfte allmählich nachlässt. Die internationalen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für das Verarbeitende Gewerbe werden schwächer, liegen aber noch immer über 50, was für anhaltendes Wachstum spricht. Diese Dynamik dürfte High-Yield-Anleihen weiter zugute kommen.


BIP-Prognose 2022 für wichtige Märkte

Die Prognosen dienen nur zur Illustration.

Stand 8. September 2021. BIP: Bruttoinlandsprodukt Quelle: Bloomberg, Macrobond, Capital Group.

2. Bessere Fundamentaldaten


Gegenüber der Zeit vor der Pandemie ist die Verschuldung noch recht hoch, geht aber allmählich zurück. Unterdessen steigen die Zinsdeckungsgrade.


Stand 31. Oktober 2020. Quelle: BofA Global Research

Deshalb wurden 2021 mehr High-Yield-Anleihen herauf- als herabgestuft, was auf eine allgemeine Verbesserung der Kreditqualität hindeutet. Auch gab es mehr Rising Stars als Fallen Angels1. 2020 wurden so viele Investmentgrade-Anleihen auf High Yield zurückgestuft wie noch nie. Seitdem gab es recht wenige Fallen Angels, sodass für die nächsten Quartal mehr Rising Stars zu erwarten sind.


Gefallene Engel und Rising Star gemessen am Nennwert.

Stand 31. Oktober 2021. Die Niveaus beziehen sich auf US-Anleihen. Lfd. Jahr: Laufendes Jahr Quellen: JPMorgan

Vor der Pandemie waren die Ausfallquoten bei High Yield sehr niedrig. Nachdem ihre Zahl auf dem Höhepunkt der internationale Finanzkrise auf ein Rekordniveau gestiegen war, lag sie unter dem langfristigen Durchschnitt von gut 3%. Einzige Ausnahme waren die Jahre 2015 bis 2016, als es aufgrund des Einbruch des Ölpreises zu einer Flut von Zahlungsausfällen im Energiesektor kam. 2020 sind die Ausfallquoten im Zuge der Pandemie wieder gestiegen. Seitdem sind sie aber wieder auf ihre langfristigen Tiefstände zurückgegangen, weil die Wirtschaft wieder anlief und das Wachstum anzog. Anfang 2022 sind weiter nur wenige Zahlungsausfälle zu erwarten. Sehr langfristige Prognosen für das Jahr 2023 gehen von weiterhin niedrigen Ausfallquoten aus. Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, könnte 2021 tatsächlich das Jahr mit dem niedrigsten Zahlungsausfallvolumen seit der internationalen Finanzkrise werden. Auch die Wiedereinbringungsquoten sind stark gestiegen, sodass der durch die Zahlungsausfälle entstandene Verlust insgesamt begrenzt sein dürfte. Mit 43,2% in den letzten zwölf Monaten liegen die Wiedereinbringungsquoten von High Yield jetzt leicht über ihrem 25-Jahres-Durchschnitt von 39,6%2.


 


1. Rising Star: Anleihe, die vom High-Yield- auf den Investmentgrade-Status heraufgestuft wird. Fallen Angel (gefallener Engel): Anleihe, die vom Investmentgrade- auf den High-Yield-Status zurückgestuft wird.


2. Stand 31. Oktober 2020. Quelle: JPMorgan


 


Risikofaktoren, die vor einer Anlage zu beachten sind

  • Diese Broschüre ist weder Anlageberatung noch eine persönliche Empfehlung.
  • Der Wert und Ertrag von Anlagen können schwanken, so dass Anleger ihr investiertes Kapital ganz oder teilweise verlieren können.
  • Die Ergebnisse der Vergangenheit sind kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.
  • Wenn Ihre Anlagewährung gegenüber der Währung aufwertet, in der die Anlagen des Fonds denominiert sind, verliert Ihre Anlage an Wert. Dem soll mit einer Währungsabsicherung entgegengewirkt werden, aber der Erfolg der Absicherungsstrategie wird nicht garantiert.
  • Je nach Strategie können dazu auch die Risiken von Anleihen, Emerging-Market-Titeln und/oder High-Yield-Anleihen zählen. Emerging-Market-Anlagen sind volatil und ggf. auch illiquide.


Shannon Ward ist Anleihenportfoliomanagerin mit 28 Jahren Erfahrung (Stand 31. Dezember 2020). Sie hat einen MBA von der University of Southern California und einen Bachelor in Psychologie von der University of California, Santa Barbara.

Peter Becker ist Investment Director bei Capital Group. Er verfügt über 23 Jahre Branchenerfahrung und ist seit einem Jahr bei Capital Group tätig. Bevor er zu Capital kam, war Peter Becker Managing Director im Fixed Income Product Management Team bei Wellington Management. Davor war er Portfoliomanager bei Aberdeen Asset Management. Er hat einen Master-Abschluss von der Ingolstadt School of Management. Außerdem ist er Inhaber des Titels Chartered Financial Analyst®. Peter arbeitet in London.


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