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US-High-Yield: 5 Dinge, die Sie jetzt wissen sollten
David Daigle
Anleihenportfoliomanager
Shannon Ward
Anleihenportfoliomanagerin
David Bradin
Investmentdirektor Anleihen
Im Überblick
  • Der amerikanische High-Yield-Markt entwickelt sich weiter. Er ist heute größer und vielfältiger. Die Kreditqualität hat sich verbessert, aber die Renditen sind gefallen.
  • Die im Vergleich zu Investmentgrade-Titeln kürzere Duration von High Yield könnte für einen gewissen Schutz sorgen, wenn wegen der besseren Konjunktur die Zinsen steigen.

Die Zinsen steigen, die Spreads sind eng wie nie, und die Konjunktur erholt sich Wir wollten daher wissen, wie unsere High-Yield-Portfoliomanager David Daigle und Shannon Ward sowie David Bradin, Investmentdirektor Anleihen, den amerikanischen High-Yield Markt beurteilen. Außerdem sprachen wir über strukturelle Veränderungen der Assetklasse und kurzfristige Herausforderungen. Lesen Sie ihre Einschätzungen.


1. Die Kreditqualität hat sich verbessert


Schon lange verbessert sich die Kreditqualität von High-Yield-Anleihen, also von Titeln mit einem Rating von höchstens BB/Ba. 2019 nahm diese Entwicklung weiter Fahrt auf. Heute hat über die Hälfte der Emittenten ein Rating von BB, das bestmögliche Rating für High Yield. Vor 20 Jahren war es nur ungefähr ein  Drittel. Entsprechend stark zurückgegangen ist der Anteil von Anleihen mit einem CCC-Rating. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008/2009 machten sie fast ein Viertel des Marktes aus, heute sind es nur noch 13%.


Für Investmentgrade-Anleihen gilt das Gegenteil. Über die Hälfte hat jetzt ein  Rating von BBB, das niedrigste Investmentgrade-Rating. Viele Emittenten  befinden sich daher im Grenzbereich zwischen den beiden Märkten; Crossover-Anleihen sind zahlreich. Viele frühere Investmentgrade-Emittenten wurden auf High Yield herabgestuft („Fallen Angels“), und aus nicht wenigen High-YieldTiteln wurden Investmentgrade-Papiere („Rising Stars“). Für High-YieldInvestoren ergeben sich daraus neue Chancen. Außerdem nähern sich die beiden Märkte einander an. Die Qualität von High-Yield-Anleihen verbessert sich, die von Investmentgrade-Titeln geht zurück.


Durch die Coronakrise wurden viele Emittenten zu gefallenen Engeln. Früher hätten wir nie in sie investieren können, da an ihrer Zugehörigkeit zum Investmentgrade-Markt kein Zweifel bestand. Beispiele sind Ford, aber auch einige Fluggesellschaften. Diese konjunktursensitiven Unternehmen begeben jetzt HighYield-Anleihen und müssen dafür deutlich höhere Coupons zahlen als am Investmentgrade-Markt. Entsprechend attraktiv sind sie für langfristige Investoren.


Steigende Kreditqualität von High-Yield-Anleihen


Um die Änderungen der Kreditqualität zu verstehen, teilen wir den Markt in drei Arten von Emittenten auf.


Da sind zunächst die recht hoch verschuldeten, nicht börsennotierte Emittenten, die die Assetklasse noch vor zehn Jahren dominierten. Heute beschaffen diese mit Private Equity finanzierten Unternehmen ihr Fremdkapital lieber als Leveraged Loans, deren Kreditbedingungen wesentlich flexibler geworden sind. Den High-Yield-Markt hat das erheblich stabilisiert. Allerdings sind auch die Renditen zurückgegangen.


Eine zweite Gruppe von Emittenten zählt zum High-Yield-Universum, weil sie schlecht geführt wurden oder Governance-Probleme hatten, was sich deutlich in den Ratings zeigt. Ihre Anleihen können durchaus interessant sein, je nachdem, welchen Rang sie in der Kapitalstruktur einnehmen und wie teuer sie sind.


Dominiert wird der Markt aber von einer dritten Gruppe von Emittenten: von Firmen mit einem klugen Fremdkapitalmanagement. Oft entscheiden sie sich ganz bewusst für High Yield, weil sie ein Rating von BB oder B für optimal halten.  Viele dieser Emittenten nehmen vorübergehend mehr Fremdkapital auf, um mehr zu investieren, andere Unternehmen zu übernehmen oder eigene Aktien zurückzukaufen. Nicht selten wechseln solche Emittenten zwischen dem HighYield- und dem Investmentgrade-Markt hin und her


 


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  • Je nach Strategie können Risiken bei Investitionen in festverzinslichen Wertpapieren, Derivate, Emerging Markets und/oder High-Yield-Anleihen auftreten. Emerging-Market-Anlagen sind volatil und ggf. auch illiquide.

 



David A. Daigle ist Anleihenportfoliomanager mit 26 Jahren Erfahrung (Stand 31. Dezember 2020). Er hat einen MBA von der  University of Chicago Booth School of Business und einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre von der University of Vermont.

Shannon Ward ist Anleihenportfoliomanagerin mit 28 Jahren Erfahrung (Stand 31. Dezember 2020). Sie hat einen MBA von der University of Southern California und einen Bachelor in Psychologie von der University of California, Santa Barbara.

David Bradin ist Investmentdirektor für Anleihen. Er hat 15 Jahre Erfahrung (Stand 31. Dezember 2020). Er hat einen MBA von der Wake Forest University und einen Bachelor in Medienvermittelter Kommunikation von der North Carolina State University.


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